17.11.2008 - Berlin: Erfolgreiche Uraufführung für neue Ruzicka-Oper
Die Oper des Komponisten, Dirigenten und Musikmanagers Peter Ruzicka ist vom Publikum mit viel Beifall aufgenommen worden. Ruzicka selbst stand am Sonntagabend an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin am Dirigentenpult, um sein zweites abendfüllendes Musiktheaterwerk "Hölderlin - Eine Expedition" mit aufzuführen. Die Aufführung hatte im Vorfeld für einige Querelen gesorgt, weil das Libretto von dem vor sechs Monaten entlassenen Intendanten der Berliner Staatsoper, Peter Mussbach, verfasst worden war. Wenige Tage vor der Uraufführung hatte Mussbach seine Autorisierung des Librettos zurückgezogen. 2001 sorgte die Dresdner Uraufführung von Ruzickas Oper "Celan" für Aufsehen. Im selben Jahr begann auch die Zeit seiner künstlerischen Leitung der Salzburger Festspiele, die bis 2006 andauerte. Der heute 60-Jährige bleibt bis 2012 Leiter der Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater.
17.11.2008 - Berlin: "Orpheus und Eurydike" auf der Museumsinsel
Der Regisseur und Dirigent Christoph Hagel wurde bekannt durch seine außergewöhnlichen Inszenierungen, wie etwa die der "Zauberflöte" in einer U-Bahnstation und "Don Giovanni" im E- Werk. Nun hat er am Freitagabend im Bode-Museum auf der Museumsinsel mit Joseph Haydns "Orpheus und Eurydike" wieder einen Coup gelandet. In der Basilika des Museums setzte er mit den Berliner Symphonikern die griechische Geschichte als Mischung aus Oper und Tanz in Szene. Es war Haydns letzte Oper, die er 1791 als Auftragswerk komponierte. Doch das Londoner King's Theater am Haymarket erhielt keine königliche Aufführungserlaubnis und so wurde das Werk 1951 in Florenz erstmals gespielt. 217 Jahre nach der Niederschrift ist Haydns wohl bedeutendste Oper nun erstmals in Berlin zu sehen.